:: Contact :: Subscribe


WWW www.multidays.com

6-Tage-Bahnlauf in Erkrath 2004

Ein Traum wurde Wirklichkeit!

Und? Bist du zufrieden?
... Kopfschütteln
Was?!? Du bist nicht zufrieden?!?
... wieder Kopfschütteln, heftiger und eindeutiger.
Nicht, weil ich nicht zufrieden war, habe ich den Kopf geschüttelt! Nein! Weil mir die Rührung die Tränen in die Augen getrieben hatte und ich einfach keinen Ton herausbringen konnte. Ich habe den Kopf geschüttelt, weil ich nicht antworten konnte. Noch nicht! Zu bewegend waren die Bilder der letzten Runden der Läufer und Läuferinnen auf der Aschenbahn in Erkrath. Wie sie stolz und zufrieden, glücklich lachend oder in stummer Dankbarkeit mit ihren Nationalflaggen auf die Ehrenrunde gegangen waren.
Ja! Ich war zufrieden! Ich war glücklich! Ich war gerührt!

Alles war perfekt gelaufen. Die Vorbereitung, immer stressiger, je näher es das Ereignis kam. Der Start und die damit verbundene Befreiung. Der erste Tag mit seinen ganz normalen Startschwierigkeiten. Wo ist...? Kannst du mal...? Wie geht...? Hast du...? Weißt du...? Die Teilnehmer, die Helfer, die Presse, die Sponsoren, die Zuschauer – alles so, wie man es sich besser nicht wünschen kann. Ja ich war zufrieden. Und ich bin es immer noch. Schöner kann ein 6-Tage-Lauf vermutlich nicht zu Ende gehen!

Zwei ganze Wochen sind nun vergangen, bis das normale Leben wieder Einzug gehalten hat. Alle Formalitäten sind erledigt. Die Meldung an den DLV, die Rekordformulare für IAU und DUV, alles erledigt. Jetzt kann die Vorbereitung für das nächste Rennen im nächsten Jahr beginnen. Und - die Rückschau auf das vergangene Rennen, das erste seiner Art in Deutschland, mit seinen tollen Teilnehmern und den, angesichts der tropischen Temperaturen, erstklassigen Leistungen!

Was haben wir für wunderbare 6 Tage erleben dürfen! Jeder, Organisator, Helfer, Teilnehmer, Sponsor, ja selbst die Zuschauer, waren beteiligt und beeindruckt von der Atmosphäre, die sich von der Vorstellung der Teilnehmer an auf der Anlage breit gemacht hatte. Klar, es war ein Wettkampf! Ein Rennen mit Rekordambitionen. Jeder war hier angetreten, sich selbst und vor allem seine Gegner zu besiegen. Trotzdem herrschte ein fairer Geist auf und neben der Bahn. Läufer/innen halfen sich gegenseitig über Phasen mit Tiefs, keiner wollte einen Vorteil aus einer Schwäche des anderen ziehen. Betreuer halfen sich gegenseitig und sorgten sich, dass nicht nur der eigene Athlet gut versorgt war. Spannende Positionskämpfe und stille Kämpfe des einzelnen gegen sich selbst – alles gab es in den 6 Tagen von Erkrath zu erleben.

Für Weltrekordversuche war es zu heiß, diese Erkenntnis kam sehr früh. Am zweiten Tag war es eigentlich schon klar. Die Einbrüche gegenüber dem Starttag waren zu hoch. Trotzdem gab es keinen Einbruch bei der Stimmung. Läufer und Betreuer formulierten neue Ziele und hielten die Spannung hoch. Immer mehr Öffentlichkeit interessierte sich für das Rennen. Alle Tageszeitungen der Region, die TAZ, BILD, WDR3, ARD, ZDF, RTL, Radio Neandertal, Antenne Düsseldorf, WDR2 Radio, WDR5 Radio, sie alle, alle kamen und gaben den Athleten die Aufmerksamkeit, die sie verdient hatten!

Zum Verlauf des Rennens gibt es die Tagesberichte auf unserer Website www.cosibullig.de/13966/90301.html . Stimmen zum Lauf gibt es in unserem Gästebuch und auf www.steppenhahn.de/detail/6tagest.html Einen sehr einfühlsamen Zuschauerbericht hat Andreas Butz unter http://www.laufcampus.com/www1/knowhow/tippdetail.asp?id=155 geschrieben. Tolle Bilder gibt es bei www.ultrarunner.de

So bleibt mir nur noch, den Siegern zu gratulieren: Achim Heukemes bei den Herren, meine liebe Frau Cornelia (Conny) Bullig bei den Damen. Allen weiteren Teilnehmern zu einer tollen persönlichen Leistung zu gratulieren, keine/r der 26 Starter/innen aus 10 Ländern ist vorzeitig aus dem Rennen ausgestiegen – ein besonderer Dank der Athketen an die vielen Helfer und an die Organisation! Mich bei den Verantwortlichen des S erbach dafür zu bedanken, dass sie meine Vision verstanden, aufgenommen und umgesetzt haben.

Ja, ich bin zufrieden!

Siegfried Bullig, 21. August 2004